Comeback-Wunder in Leipzig bleibt aus

37 Punkte Rückstand war doch zu heftig

Zu spät losgelegt

NBBL liebäugelt mit Comeback-Wunder nach 37-Punkte-Rückstand gegen die Mitteldeutsche Basketball-Akademie, verliert 81:93. Fast wäre die ohnehin schon aufregende NBBL-Saison um eine weitere Sensation reicher geworden. Am Ende wollten die Basketball-Götter nicht völlig eskalieren, als Jahns U19 in Leipzig den höchsten Rückstand der Saison gefährlich schnell schmelzen ließ.

Mit 37 Punkten lag die Turnerschaft bei der MBA zu Beginn der zweiten Halbzeit hinten (69:32), so chancenlos wirkte man in dieser Spielzeit noch nie.

81:93 in Leipzig

Vorausgegangen war eine viel zu lange Findungsphase nach einem viel zu langem Warmup und einer viel zu langen Autofahrt. Jahn startete energiearm gegen gut geeichte Gastgeber, die gleich im ersten Angriff einen Dreier einnetzten. Auf der anderen Seite packte die Deckung beherzter zu, während die Münchener Gäste ihre Offensive eher defensiv angingen und vergaßen, dass man die Zone betreten darf, obwohl es die Gegenseite nicht will.

Dieses Bild setzte sich im Spielverlauf fort. Die MBA traf elf Dreier bis zum oben genannten Wendepunkt und wurde beim Wurftraining weitestgehend in Ruhe gelassen. Jahn agierte auf beiden Seiten passiv und stellte sich viel zu spät darauf ein, welch robuste Kontakte in diesem Spiel erlaubt sind. Das erste Foul der Gastgeber wurde in der achten Spielminute gepfiffen, das erste Foul der Gäste in der zehnten.

Fouls: Zunächst Fehlanzeige

Die Kehrtwende kam, als die MBA die Lage nach gelungenem Start in die zweite Halbzeit zu sehr genoss und die Jahnlinge ihre Lust an der Rolle als Sparringspartner verloren. Ein 19:0-Lauf halbierte den Kredit, ehe sich die MBAler kurz fingen und sich zur letzten Viertelpause in einen 22-Punkte-Wohlfühlsessel flackten (76:54). Abermals nutzten die Zwuckels die Gunst der Stunde, kamen auf 12 Punkte heran (79:67) und zwangen MBA-Coach Darren Stackhouse zur Nutzung seiner letzten Auszeit. Mehr als sechs Minuten waren hier noch zu spielen, das Wunder lag durchaus in der Luft. Doch es blieb bei einem verdienten "Was-wäre-wenn" - in einer ausgeglichenen Schlussphase kam Jahn nicht mehr in Panik auslösende Nähe. Mit 93:81 sicherten sich die jungen Männer aus Halle drei Spiele vor Saisonende den Klassenerhalt.

Jahns Liga-Erhalt seit Wochen gesichert; drei Teams kämpfen noch

Um den Ligaverbleib wird in einer aufregenden Endphase andernorts noch gekämpft. Mit Dresden (vier Siege, noch drei Spiele), Heidelberg (zwei Siege, noch drei Spiele) und den Freunden der DJK München (zwei Siege, noch vier Spiele) wetteifern drei Mannschaften um den rettenden drittletzten Platz. Und während die Saison in der Abstiegsrunde noch einen Monat lang läuft, ist die Aufstiegsrunde bereits beendet. Jahns Vorrunden-Konkurrenten von Würzburg und München Ost belegen dort die hinteren Plätze, verpassen somit die Playoffs und verbleiben ebenfalls in der B-Runde.

Heimspiel gegen Dresden am 1.3.

Jahns U19 darf demnächst gegen Dresden daddeln. Am Sonntag, den 01.03., empfängt die Turnerschaft die Gäste aus Sachsen in der Jahnhalle. Über die genaue Tipoff-Zeit wird aktuell noch diskutiert.