Deutlich und mit Ansage

Chemnitz spaziert zum 94:61 über Jahn

Das war deutlich und mit Ansage: Gegen den Spitzenreiter der Abstiegsrunde hatte eine Jahn-Rumpftruppe nichts zu melden. Schon im Vorfeld war klar, dass die Münchener U19 wegen der zeitgleich stattfindenden Playoff-Spiele in der Regionalliga und JBBL auf mehrere Spieler verzichten würde. Hinzu kam eine Handvoll Ausfälle von durch Grippe oder Verletzungen lahmgelegten Akteuren. Am Ende reisten acht tapfere Zwuckels nach Chemnitz, um den eigenen Horizont zu erweitern. Alle fünf potenziellen Aufbauspieler fehlten, mit ihnen auch ein wesentlicher Teil der Außenverteidigung. Wer auf dem Feld stand, hatte eine ungewohnte Rolle.

Tapfere Zwuckel-Acht durchweg in ungewohnter Rolle

Schon nach wenigen Minuten war der sichtbare Klassenunterschied deutlich genug für Chemnitz-Coach Andreas Fischer, um seine Rotation auf den vollen Elf-Mann-Kader auszuweiten. Die statistische Ausgeglichenheit der Gastgeber war bemerkenswert, alle Chemnitzer hatten am Ende der Partie mindestens zwei Feldwürfe getroffen, niemand scorte mehr als 12 Punkte. Jahn fehlte es für eine effektive Gegenwehr schlicht an Erfahrung im Kader, nicht an Talent. Man fand für jedes Problem auf dem Feld irgendwann mal eine gute Lösung, war aber mit der Quantität an Problemen überfordert: schnell laufen, sich richtig platzieren, richtig gucken, richtig reden, den richtigen Gedanken haben, richtig Bock haben und das alles zur selben Zeit und ohne Pause - puh!

Trotz aller Mühe waren die Sachsen zur Halbzeit schon weit weggezogen (42:24) und ballerten direkt in den ersten vier Minuten nach dem Seitenwechsel minütlich einen Dreier rein. Jegliche Comeback-Ambitionen der Gegenseite wurden durch Ballverluste erstickt. Jahns Guard-lose Truppe gab den Ball stolze 38mal her, das ist beinahe jede zweite Offensive. Jene Angriffe, die in einem Wurf endeten, waren dagegen gar nicht übel. Die Zwuckels erspielten sich viele gute Abschlüsse am Brett und sammelten eigene Fehlwürfe fleißig ein (17 Münchener Offensiv-Rebounds gegen 25 Chemnitzer Defensiv-Rebounds). Die eigene Punktausbeute beim Endstand von 94:61 ist den Umständen entsprechend soweit in Ordnung.

Soweit in Ordnung

Am selben Tag trafen sich Dresden und DJK München in anderer Halle. Die Dresdener gewannen knapp und sicherten sich damit vorzeitig den Klassenerhalt, den DJK München und USC Heidelberg nun nicht mehr erreichen können. Beide Teams müssen im Sommer den Umweg über die Qualifikationsrunden gehen, wenn sie 26/27 wieder in der NBBL spielen wollen. Damit ist in der Abstiegsrunde nun wirklich alles ausgespielt, es folgt ein finales Schaulaufen.

15.03. 15:30 - letztes Schaulaufen 25/26

Am kommenden Sonntag (15.03., 15:30, Weltenburger Straße) beendet die Jahn-NBBL ihre Saison mit einem Heimspiel gegen Erfurt.